Costa Rica – lohnt sich die Reise?

Costa Rica als Reiseziel liegt als Reiseziel sehr im Trend – vor allem bei Europäern. Aufgrund positiver Erfahrungsberichte unserer Bekannten und Arbeitskollegen haben wir Costa Rica im Februar 2015 besucht.

Lohnt sich Costa Rica? Das läßt sich nicht pauschal beantworten und hängt wie immer von euren individuellen Erwartungen und Ansprüchen ab. Wir wollten in erster Linie den Regenwald und die einzigartige Tierwelt erleben.

Vorbereitungen, Flüge, Reisezeit

Wenn euch gutes Wetter (bei mir nennt sich das Sonne) wichtig ist, bietet sich Dezember bis April als geeignete Reisezeit an. Über Moskitos müsst ihr euch auch keine allzu großen Sorgen machen. Sehr gutes Mückenschutzmittel gibt es überall vor Ort.

Costa Rica wird (Stand 2015) nicht direkt aus Deutschland angeflogen, ihr müsst mindestens 1x umsteigen (meist via Miami oder Madrid).

Was gibt es in Costa Rica zu sehen?

1. Die Tierwelt

Die Haupt-Attraktion Costa Ricas ist unbestritten die Artenvielfalt der Vögel und Echsen bzw. Leguane. Die Bilder in den einschlägigen Reisekatalogen und Reise- oder Fotografie-Foren sehen wirklich atemberaubend aus.

Nur: Diese Fotos werden von Berufsfotografen gemacht, die 1. eine Fotoausrüstung im 5-stelligen Euro-Bereich besitzen und 2. mehrere Wochen, wenn nicht gar Monate damit verbringen, die exotischen Vögel perfekt abzulichten. Um ein wirklich schönes, formatfüllendes Foto eines Tukans, Quetzals oder roten Aras zu schießen, braucht ihr Glück oder sehr viel Geduld.

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Tukan

Ich empfehle euch, Foto-Safaris im Regenwald nur mit einem Guide zu unternehmen, denn ihr werdet die Tukane, Papageien etc. mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht selber finden. Die sitzen 200m hoch in den Baumkronen unter Ästen versteckt. Selbst wenn ihr einen erspähen könnt – ob mit oder ohne Guide – braucht ihr dann noch mindestens ein 600mm Objektiv (besser 1000mm) , um mehr als einen Ameisenfleck auf dem Bild zu haben.

Ich erwähne dass nur, damit nachher die Enttäuschung nicht so groß ist. Aber wie heisst es so schön: Es muss nicht alles per Foto festgehalten werden, das Gehirn erinnert sich auch an schöne Erlebnisse.

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Grüner Stirnlappen Basilisk

Leguane und Frösche zeigen sich in Camouflage-Optik, also perfekt an die Umgebung angepasst.

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Roter Baumfrosch

Echsen und Leguane bekommt ihr leichter zu Gesicht, und die bewegen sich manchmal auch stundenlang nicht, bis ihr wieder verschwindet.

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Brüllaffe

Brüllaffen sind auch schwer zu finden, da diese tagsüber in den Baumkronen schlafen. Kapuziner-Affen kriegt man eher vor die Linse.

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Papageien (great green macaw)

Den in Reiseführern oft gezeigten Pfeilgiftfrosch mit den roten Augen haben wir nicht gesehen. Selbst unser Guide meinte, dass man da sehr sehr viel Glück – und Geduld – haben muss.

2. Die Vulkane

Auf Costa Rica gibt es 5 Vulkane, der meistbesuchte ist der Arenal. Er ist immer noch aktiv, de letzte große Ausbruch war 1967. An einige Vulkane kommt ihr per Wanderung recht nah ran.

Vulkan Arenal
Vulkan Arenal

3. Die Strände

Die Pazifikküste Costa Ricas ist für Sonnenanbeter wie mich genau das Richtige. Zwei sehr schöne Strände mit Karibik-Flair befinden sich im Ort Samara: Playa Samara und Playa Carillo. Hier geht es noch sehr beschaulich und relaxt zu, ihr könnt ein bisschen Bacardi-Feeling genießen.

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Playa Samara

Wer gerne Surfen lernen will – hier bietet sich eine perfekte Gelegenheit. Das Wasser ist nicht tief, und auch bei wenig Wind und Wellen kriegt man die eine oder andere Fahrt auf dem Surfbrett hin. Es muss ja nicht direkt ein Jump sein…

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Surfer am Strand Playa Samara

4. Die Nationalparks

Der Regenwald und die Tierwelt Costa Ricas lassen sich am besten in den Nationalparks bewundern – wenn man die Tiere denn auch findet oder überhaupt sieht (siehe oben).

Der Monteverde Cloud Forest lohnt sich auf jeden Fall. Eine Wanderung über die vielen Hängebrücken zeigt euch die beeindruckende Größe des Regenwalds und die enorme Höhe der Bäume. Ausserdem ist dieser Park für das Canopy (Am Seil 1000 Meter über den Regenwald gleiten) am besten geeignet.

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Hängebrücke über den Regenwald im Monteverde Cloud Forest Nationalpark
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Canopy im Monteverde Cloud Forest Nationalpark

Der Manuel Antonio Nationalpark besticht durch seine Strände im Park. Also Badesachen mitnehmen oder vorher schon anziehen.

Fazit

Costa Rica lohnt sich in erster Line deshalb, weil hier viele Highlights auf kleiner Fläche zu bewundern sind: Die einzigartige Tierwelt und Artenvielfalt, die Vulkane, der Regenwald, die karibischen Strände, die legendäre Panamericana (jetzt Interamericana) sowie die Hauptstadt San Jose.

 

Planst Du gerade eine Reise nach Costa Rica? Oder wenn Du bereits da warst: Hast du einen Quetzal oder Pfeilgiftfrosch gesehen? Gibt es Tipps, die ich nicht erwähnt habe? Dann schreib doch einfach einen Kommentar.

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