Urlaubsfotos – 5 Dinge, die in eure Fototasche gehören

Urlaub - 5 Dinge für die Fototasche
Urlaub - 5 Dinge für die Fototasche

Nichts frustriert mehr, als wenn bei einem schönen Motiv oder einer interessanten Szene eure Kamera streikt oder das Objektiv verschmutzt ist – vor allem wenn der Moment nie mehr wiederkommt. Auch wenn Eure Fototasche natürlich leicht bleiben soll – neben der Kamera und den Objektiv(en) gehören diese fünf Dinge auf jeden Fall rein:

Tipp #1: Mehrere Akkus

Ladezustand des Akkus prüfen, Akku frühzeitig wechseln

Ich empfehle euch, beim Blick durch den Sucher immer den aktuellen Ladezustand des Akkus zu überprüfen. Es ist nicht so schön, wenn ihr im entscheidenden Moment auslösen wollt und dann der Akku leer ist. Bis ihr den Akku gewechselt habt, ist euer Motiv – vor allem wenn es sich bewegt – weg. Ich zumindest ärgere mich dann noch die ganzen nächsten Tage darüber. Wäre das ein tolles Foto gewesen…

Leider ist es bei Systemkameras mit digitalem Sucher oft so, dass von der Anzeige “Akku gleich leer” bis zu “Bitte neuen Akku einlegen” gefühlt mal gerade 20 Sekunden vergehen. Die klassischen Spiegelreflex-Kameras sind da ein wenig gnädiger, ihr habt immer noch ausreichend Zeit zum Wechsel.

Deshalb: Wechselt den Akku ruhig schon, wenn er zu 90 % leer ist – und in einem ruhigen Moment.

Marken-Akku oder kompatibler Dritthersteller?

Das bleibt euch selbst überlassen. Ich selbst kaufe kompatible Akkus, weil diese für meine aktuelle Systemkamera (FUJI X-T1) deutlich günstiger sind. Fünf Stück habe ich immer in der Fototasche.

Akku-Laufzeit optimieren

Generell verbrauchen Systemkameras deutlich mehr Akku-Energie als Spiegelreflex-Kameras oder Kompakt-Kameras (ohne Sucher). Ihr könnt jedoch durch optimale Einstellungen etwas mehr Akku-Laufzeit rauskitzeln.

Tipp #2: Genügend Speicherkarten – und vor allem die Richtigen

Heutige Speicherkarten sind alle gut und vor allem: Bezahlbar, zumindest die SD-und Micro-SD Karten. Die Compact Flash Karte ist dagegen immer noch recht teuer, obwohl sie wegen Ihrer speziellen Eigenschaften auch heute noch bei Profis sehr beliebt ist.

Was ihr euch überlegen solltet: Werde ich Serienbilder machen (z.B. Action-Fotografie)?

Dazu eine kleine Einführung zum Verständnis:

Professionelle Kameras schaffen locker 15 (RAW-)Bilder pro Sekunde. Die sollten natürlich auch schnell auf der Karte abgespeichert werden. Zuerst werden so viele Bilder wie möglich im internen Kameraspeicher abgelegt, von da dann auf die Karte gespeichert. Bei richtigen Shootings, wo die Kamera permanent Serienbilder schießt, reicht der interne Kameraspeicher nur begrenzt aus. Daher müssen die Bilder extrem schnell auf die Karte geschrieben werden, um überhaupt weiter auslösen zu können. Das erfordert je nach Einsatz eine SD-Karte mit einer Mindest-Schreibgeschwindigkeit von 30MB/s bis 60 MB/s.

Welche Speicher-Kapazität ist sinnvoll?

Ich habe nur SD-Karten mit 64GB und 128GB im Einsatz. Kleinere kaufe ich nicht mehr, da ich oft ein Foto im RAW- und JPG-Format parallel aufnehme. Der Grund dafür ist, dass ich die Fotos bereits im Urlaub grob bewerte und sortiere.

Meine Kaufempfehlung für SD-Karten

Folgende Karten habe ich selbst im Einsatz und hatte noch nie einen Ausfall.

SanDisk Extreme Pro Extreme

SanDisk Extreme Pro

Transcend SDXC UHS-I U3

Alle besitzen eine Mindest-Schreibgeschwindigkeit von 30MB/s. Damit seid ihr für 95 % aller Fälle – auch Serienbilder – top ausgerüstet, ebenso für das filmen in Full-HD oder 4K.

Tipp #3: Polfilter und Adapterringe

Selbst Photoshop, Lightroom oder Capture One können einen Polfilter nicht komplett ersetzen. Blauer Himmel und mehr Kontrast lässt sich noch mit wenigen Handgriffen realisieren, Entfernung von Reflexionen und  Spiegelungen (z.B. in Scheiben) sind schon deutlich aufwendiger.

Auch hier würde ich nicht sparen, sondern einen Markenhersteller wählen. Empfehlen kann ich – da selbst im Einsatz – hochwertige Polfilter von B+W sowie HOYA.

Kennt ihr Adapterringe bzw. Step Up Ringe? Die sind preiswert und sehr praktisch, wenn ihr euren Polfilter auf mehreren Objektiven benutzen wollt. Ihr solltet dann den Polfilter entsprechend dem größten Objektivdurchmesser kaufen. Nur die Gegenlichtblende lässt sich bei Einsatz von Step Up Ringen leider nicht mehr anbringen.

Tipp #4: Systemblitz

Wenn ihr wisst, dass ihr Portrait-Fotos (ggf. sogar im Gegenlicht) machen wollt), solltet ihr einen Systemblitz einpacken. Der interne Blitz ist oft zu schwach und zu “hart”. Bei Systemblitzen lässt sich die Blitz-Power abschwächen, so dass der Betrachter des Fotos überhaupt nicht merkt, dass ein Blitz eingesetzt wurde.

Um harte Schatten und plattgeblitzte Gesichter zu vermeiden (gerade bei Frontal-Aufnahme), setze ich einen kleinen Stoff-Diffusor ein, der sich einfach per Gummizug über jeden Systemblitz stülpen lässt. Profi-Fotografen bezweifeln jedoch stark, ob das Licht dadurch wirklich weicher wird. Mein Eindruck ist jedenfalls, das der Diffusor etwas bringt. Probiert es einfach aus, die Dinger kosten nicht mal 10 Euro.

Tipp #5: Reinigungs-Utensilien für Kamera und Objektive

Ich schaffe es regelmäßig, meine Objektive schön mit Fettflecken (von den Fingern) zu verschönern. Hin und wieder fallen auch mal Regentropfen auf Kamera und Objektiv – oder mehr. Auch feine Sandkörner am Strand oder auf einer Wüstentour setzen sich gerne auf Objektivglas sowie in die Ritzen von Objektiv und Kamera.

Mein Reinigungs-Tipp für euch:

Zuerst mit einem Reinigungspinsel Staub, Sand oder ähnliches von Objektiv und Kamera entfernen. Erst danach dann mit einem hochwertigen, trockenen Mikrofaser-Tuch Objektiv und Kamera reinigen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ihr mit dem Tuch die Sandkörner in das Objektiv-Glas reibt und es damit eventuell verkratzt. Das hat zwar in den meisten Fällen keine sichtbaren Auswirkungen auf das Foto, schön ist es trotzdem nicht.

Ach ja, zur Reinigung der Objektivgläser verwende ich manchmal auch Zigarettenpapier.

 

Wie reinigst du deine Kamera? Benutzt du eine System- oder Spiegelreflexkamera mit wechselbaren Objektiven? Oder eher eine Kompaktkamera? Was hast du in deiner Fototasche immer dabei?

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